Die AGO Group auf Wachstumskurs – neue Niederlassung in Mannheim
Die ACG wird am 01.08.2010 eine Nieder- lassung in Mannheim eröffnen. Mit dem neuen Standort in der Region rund um Mannheim und dem Stammsitz in Berlin können ... Weiterlesen

 

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Karrieretipps - Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch für sich entscheiden


 Vorbereitung

Entscheidend für den Erfolg eines Vorstellungsgespräches ist eine möglichst gute Vorbereitung, dass gibt Ihnen Sicherheit und damit ein professionelles Auftreten.

Verschaffen Sie sich alle wichtigen Informationen über Aktivitäten, Erfolg und Unternehmenskultur des Wunscharbeitgebers. Viele Konzerne präsentieren sich im Internet, wie zum Beispiel: Handelsregister, Wirtschaftsverbände, Zeitungsarchive. Manche Banken haben öffentlich zugängliche Archive mit Presse- und Geschäftsberichten ihrer Kunden. Achten Sie besonders auf aktuelle Probleme und Projekte des anvisierten Arbeitgebers, auf die sie im Gespräch vielleicht eingehen können. Gehen Sie Ihre Unterlagen noch einmal genau durch, überlegen Sie, an welchen Stellen der künftige Chef eventuell mehr wissen will oder was erklärungsbedürftig sein könnte. Bereiten Sie Antworten vor. Denken Sie dabei nicht nur an schlechte Zeugnisnoten oder Lücken im Lebenslauf. Wenn Sie etwa Bergsteigen als Hobby nennen, rechnen Sie damit, dass man Sie nach Ihren bevorzugten Wandergründen fragt oder nach gefährlichen Erlebnissen und wie Sie sie gemeistert haben. Überlegen Sie vorsorglich auch, mit welchem Lieblingsbuch Ihr zukünftiger Arbeitgeber Sie identifizieren soll.

 

Selbstbewusstsein

Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein, indem Sie alle Dinge, die Sie in Ihrem Leben (beruflich oder privat) erreicht haben, aufschreiben. Machen Sie sich klar, warum Sie gut sind und dementsprechend die erste Wahl für den Wunschjob. Vergleichen Sie das Stellenprofil mit ihrem Qualifikationsprofil. Lesen Sie diese Notizen öfters durch, damit Sie sie für das Vorstellungsgespräch verinnerlichen. Lernen Sie keine Formulierungen, aber üben Sie ruhig einmal laut Antworten auf kritische Fragen. Üben Sie vor dem Spiegel Mimik und Gestik. Wer mit den Fingern trommelt oder die Brille ständig abnimmt, wirkt nervös und aggressiv.

 

Kleidung

Planen Sie Ihre Kleidung rechtzeitig. Ein einheitlicher Dresscode existiert nicht, alles geht,solange es gepflegt wirkt und Sie sich darin wohl fühlen. In der Banken-, Versicherungs- und Beraterbranche kommt eine konservative Garderobe nach wie vor gut an, bei kreativen und innovativen Berufen ist der klassische Business-Look eher ,,out". Wenn Sie sich für das Bewerbungsgespräch neu einkleiden, tragen Sie das Outfit vorher mindestens einmal. So wirkt es weniger steif und Sie wissen, ob Sie sich dauerhaft darin wohl fühlen. Auf dem Weg zum Gespräch festzustellen, dass der Rock zu kurz ist oder die Hose beim Sitzen kneift, verunsichert zusätzlich. Bleiben Sie möglichst dezent. Auch bei der Frisur ist der Schnitt nicht so entscheidend wie deren Pflege. Sehr lange Haare bei Männern kommen allerdings bei vielen Personalchefs nicht gut an, ebenso wenig wie dick aufgetragene Schminke, auffälliger Schmuck und aufdringliches Parfum beim weiblichen Geschlecht.

 

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit beim Vorstellungstermin ist oberstes Gebot, machen Sie sich deshalb vorher mit dem Anfahrtsweg vertraut. Kümmern Sie sich um die Fahrzeiten von Bus und Bahn und planen Sie auch das letzte Stück zu Fuß mit ein. Eine Verspätung verursacht einen schlechten Einstieg. Andererseits sollten Sie Ihre Gesprächspartner nicht schon eine Stunde vor dem vereinbarten Termin überraschen, ­ mehr als zehn Minuten zu früh sollte man nicht erscheinen.

 

Einstieg

Wenn Sie sich gründlich vorbereitet haben und das Unternehmen professionell vorgeht, dürfte es einfach werden. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung, beginnt Ihr erster Monolog zum Thema ,,Mein Werdegang". Man sollte nicht kurz angebunden und nüchtern wirken, aber auch nicht zu ausschweifend werden. Gehen Sie auf die Situation ein, und verlieren Sie sich nicht in Details. Den weiteren Verlauf bestimmt das Unternehmen. Besonders auf zu erwartende Fragen, wie etwa Lücken im Lebenslauf, sollten Sie sich vorher eine überzeugende Antwort zurechtlegen. Bleiben Sie dabei glaubwürdig.

 

Fragen, Fragen, Fragen

Professionelle Interviewer führen strukturierte Bewerbungsgespräche und wollen präzise, klare und ehrliche Antworten. Doch auch mit klugen Fragen lassen sich Punkte sammeln. "W"-Fragen sollten Sie vermeiden, sie klingen leicht nach Kritik. Besser sind offene Fragen, die mit "Wer", "Was" oder "Wie" beginnen und eine längere Auskunft erfordern. Sie dürfen und sollen Fragen stellen, die für Ihre Entscheidungsfindung wichtig sind und noch nicht im Laufe des Gesprächs geklärt wurden. Erkundigen Sie sich allerdings nicht als Erstes nach Urlaubsgeld und -anspruch oder Gleitzeit. Fragen Sie zum Beispiel, mit wem Sie zusammenarbeiten werden. Gern gesehen sind auch Interesse an Unternehmensstrategien, Entwicklungsmöglichkeiten, Einordnung der Stelle im Organigramm. Hilfreich ist es, eine Liste von Fragen schon vor dem Vorstellungsgespräch zu erstellen, da man in der Aufregung sonst die Hälfte vergisst. Unterlagen dabei zu haben, wirkt nicht unsicher, sondern professionell.

 

Motivation

Ihr zukünftiger Arbeitgeber wünscht sich, dass seine Stelle Ihre erste Wahl ist. Erklären Sie deshalb, warum Sie gerade dieses Unternehmen so interessant finden, warum Sie gerade dort Ihre beruflichen Ziele besonders gut verfolgen können. Vergessen Sie nicht: Die Unternehmensziele sind auch Ihre Ziele. Erklären Sie, warum gerade Sie die Firma oder die Abteilung nach vorne bringen können.

 

Stärken und Schwächen

Welches sind Ihre besonderen Stärken, wo sehen Sie Ihre Schwächen? Hinreichend bekannt ist der Trick, Schwächen zu nennen, die auch als Stärken interpretiert werden können: wie Ungeduld etwa oder Perfektionismus. Oder wenn Sie wie aus der Pistole geschossen bekennen, dass Sie Probleme haben, Ordnung zu halten, haben Sie ausgespielt. Besser ist zum Beispiel: Ich bin sehr kreativ, manchmal auch etwas unordentlich, mit dem Zusatz: aber meine Termine halte ich immer ein. Versuchen Sie, Ihre Persönlichkeit überzeugend darzustellen und spielen Sie keine Rolle, dass scheitert in der Regel.

 

Soziale Kompetenz

Häufig werden Bewerber danach gefragt, wie sie mit den Ex-Kollegen und Vorgesetzten zurecht kamen. Nennen Sie möglichst objektiv positive und negative Seiten Ihrer alten Arbeitsstelle: etwa mangelnde Fortbildungs- oder fehlende Aufstiegsmöglichkeiten. Das sind gute Gründe, eine Arbeitsstelle zu verlassen. Versäumen Sie aber nicht, auch etwas Positives zu erwähnen: das gute Betriebsklima zum Beispiel.

 

Unerlaubte Fragen

Nur noch selten werden unerlaubte Fragen gestellt. Und wenn doch, dann ruhig und freundlich bleiben. Und fragen Sie einfach zurück, ob das Voraussetzung für den Job sei. Unzulässig sind z. Bsp. Fragen nach: Partei-zugehörigkeit, Heirat, Kinderwunsch, Religionszugehörigkeit, Schwangerschaft oder Gewerkschaftszugehörigkeit.

 

Gehaltsfrage

Etwa ein Drittel aller Bewerber wird auf Grund zu hoher Gehaltsvorstellungen abgelehnt. Erkundigen Sie sich deshalb bereits im Vorfeld über die branchenüblichen Gehälter. Bietet man Ihnen etwas weniger, verhandeln Sie, aber bestehen Sie im Zweifelsfall nicht auf das Mehr. Machen Sie die Differenz lieber zum Thema des ersten Gehaltsgespräches mit Ihrem neuen Chef.

 

Verabschiedung

Zum Ende des Gesprächs sollte geklärt werden, wer sich wann beim anderen meldet. Folgt dem höflichen ,,Wir kommen auf Sie zu" eine förmliche Absage. Analysieren Sie im Nachhinein, was Sie hätten besser machen können und lernen Sie so für das nächste Gespräch.

 

 

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